SEMESTERSTART

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende wird knapp.

Ein Bericht vom NDR | Schleswig-Holstein Magazin | 17.10.22

Die Mieten sind rasant in die Höhe geschnellt. Viele Mieten liegen weit über der Bafög-Wohnpauschale von 360 Euro.

Es wird voll: Unis in Kiel und Lübeck begrüßen Erstsemester

An den Universitäten in Kiel und Lübeck hat mit den ersten Vorlesungen das neue Wintersemester begonnen. Das Studentenwerk Schleswig-Holstein beklagt jedoch, dass viele von ihnen weiterhin keine Unterkunft finden.

Allein an der Lübecker Universität sind etwa 900 Erstsemester dabei - in Kiel werden mehr als 4.000 erwartet. Die Wohnraumsituation ist so angespannt wie nie, heißt es vom Studentenwerk. 3.800 Studierende haben sich allein auf dessen Wohnheimplätze beworben. Nur weniger als ein Fünftel von ihnen hat ein Zimmer bekommen. 1.500 Namen stehen noch auf der Warteliste.

PRESSEMITTEILUNG

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Grundsteinlegung bei APARTINO im Lübecker Hochschulstadtteil, der mit diesem exklusiven Bauprojekt noch lebenswerter wird. Über den Meilenstein freuen sich (v.l.n.r.) Wolfram Dröse (SIG), Michael Ringelhann, Christina Hinz (beide Sparkasse Holstein), Markus Habermann (SIG) und Oliver Schuldt (Fa. Schütt-Bau).

Grundsteinlegung

„Tiny Living im Hochschulstadtteil Lübeck“ – Grundsteinlegung beim Bauprojekt APARTINO von Sparkasse Holstein und S-Immobiliengesellschaft Holstein mbH & Co. KG 

Bad Oldesloe, im August 2022

Der Hochschulstadtteil in Lübeck wird bald noch lebenswerter: Im Süden der Hansestadt entsteht in der Paul-Ehrlich-Straße seit Anfang Mai bis voraussichtlich Ende 2023 moderner Wohnraum mit insgesamt 188 Apartments mit Wohnflächen von ca. 21 qm bis ca. 37,5 qm. Dabei unterstreicht schon der Name den filigranen Charakter: APARTINO. Denn die Apartments nach dem „Tiny-Living-Prinzip“ sind ideal geeignet für Studierende, Auszubildende, Pflegeschülerinnen und -schüler sowie Dozenten und angehende Akademiker. Bauherr bei dem umfangreichen Bauprojekt mit einem Investitionsvolumen von 24 Mio. Euro ist die S-Immobiliengesellschaft Holstein mbH & Co. KG (kurz SIG), eine 100%ige Tochter der Sparkasse Holstein.  

„Die Immobilien werden hohen Ansprüchen gerecht!“

Bei der Grundsteinlegung von APARTINO betonte Michael Ringelhann, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Holstein, die Leitlinien der SIG Holstein: „Einen der wesentlichen Schwerpunkte der SIG stellen die Entwicklung, Förderung und Realisierung attraktiver Neubauprojekte in der HanseBelt-Region von Hamburg bis Fehmarn dar. Und das mit punktgenauen Lösungen sowie reichhaltiger Expertise in bewährter Sparkassenqualität“. Dass das auch bei APARTINO vollumfänglich zutrifft, bestätigte der Sparkassenvorstand: „Es gilt ein Prinzip, dass bei allen Bauvorhaben der SIG Holstein über allem steht: Die Immobilien werden hohen Ansprüchen gerecht!“. 

Spannendes Umfeld mit vielen Möglichkeiten

„Der Hochschulstadtteil bietet ein spannendes Umfeld mit besten Einkaufsmöglichkeiten, guter Verkehrsanbindung und unmittelbarer Nähe zum UKSH und zu weiteren Bildungseinrichtungen wie der Fachhochschule “, sagt Markus Habermann, Geschäftsführer der SIG Holstein. Bei APARTINO handelt es sich um vollmöblierte und geschmackvoll eingerichtete 1-Zimmer-Apartments, zu denen jeweils ein eigener Kellerraum gehört. 188 Fahrradstellplätze, 30 KFZ-Stellplätze und 276 qm Dachterrasse vervollständigen die Anlage. Habermann weiter: „Die Apartinos entstehen in solider Bauweise und attraktiver Architektur. Hochleistungsinternet und ein effizientes Energie- und Sicherheitskonzept stehen für gute Vermietbarkeit; daher stellen die Apartments eine attraktive Kapitalanlagemöglichkeit dar“. 

Zukünftige Bewohner können sich auf neues Zuhause freuen 

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit bei diesem hochwertigen Bauprojekt,“ unterstreicht Oliver Schuldt, Geschäftsführer der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG. Das Lübecker Familienunternehmen ist als Generalunternehmer mit dem schlüsselfertigen Bau beauftragt. Die drei Projektpartner sind sich einig: „Die zukünftigen Bewohner können sich auf Ihr neues Zuhause freuen!“

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Newsroom der Sparkasse Holstein

Carsten Stender

Telefon 04531 508-71037

carsten.stender@sparkasse-holstein.de

 

Haben Sie Fragen zum Bauprojekt APARTINO?

 

SIG Holstein / Projektleitung

Manfred Berger

Telefon 04531 508-72707

berger@sig-holstein.de

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PRESSE

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Die große Not der Studierenden: Wohnung dringend gesucht!

Von Michael Hollinde

Bezahlbarer Wohnraum für Studenten ist sehr rar – Bedarf in der Hansestadt steigt über die Jahre immer mehr – Studentenvertretung appelliert an Politik in Stadt und Land – Schnelle Lösung nicht in Sicht

Lübeck. Die Wohnungsnot ist eklatant. „Gerade in den ersten Semesterwochen landen regelmäßig – bei 900 bis 1000 Studienstartern – über 100 Anfragen per E-Mail und Telefon bei uns. Dabei muss man berücksichtigen, dass viele auch noch gar nichts von unserer Unterstützung wissen, wenn sie auf den Campus kommen“, sagen Florian Marwitz und Jessica Gilmore, die als Duo dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der Uni Lübeck vorstehen.

 

Alle Ratsuchenden würden dringend eine Bleibe für ihr Studium in der Hansestadt suchen – ob Einzelwohnung, WG oder Wohnheim. Deshalb habe man bereits vor einiger Zeit die Aktion „Deine Couch für Erstis“ ins Leben gerufen, um überhaupt notfallmäßig etwas anbieten zu können.

 

Wohnraum-Problematik seit vielen Jahren bekannt

 

Gilmore setzt nach. „Durch die Bank ist das hier über sehr viele Jahre ein Problem gewesen“, resümiert die Medizinstudentin. Das könne der freie Markt einfach nicht lösen; da müsse sich endlich massiv die Politik einschalten. Dies haben sie auch schon persönlich Bildungsministerin Karin Prien (CDU) mit auf den Weg nach Kiel gegeben, als diese beim Uni-Jahresempfang war.

 

Wie groß die Verzweiflung oft ist, kennt das Tandem aus zahlreichen Erzählungen. Und auch beim Asta der benachbarten TH laufen immer wieder viele Notrufe auf. Asta-Vertreterin Nathalie Reinhold hat zum Gespräch ihre Kommilitonin Anni Günther mitgebracht. Diese ist im zweiten Semester im Studiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL) eingeschrieben.

 

Gehaltsabrechnungen der Eltern helfen

 

„Es war eine Katastrophe; ich habe partout nichts gefunden, ständig Absagen kassiert, sodass ich die erste Zeit aus der Nähe von Grevesmühlen nach Lübeck pendeln musste; und in Mecklenburg-Vorpommern gilt das Semesterticket nicht“, berichtet sie. Zum Glück sei durch Corona vieles auch digital gelaufen. Schließlich habe sie zweieinhalb Monate auf einer Couch bei einer Freundin die Nacht verbringen können, und dank eines Tipps lebe sie nun in einer WG.

 

„Was man auch immer wieder erzählt bekommt, ist, sobald berufstätige Interessenten oder Paare bei den Besichtigungen im Spiel sind, wird Studierenden signalisiert, dass sie wahrscheinlich keine Zusage bekommen werden“, weiß Gilmore zu berichten. Wenn dann allerdings Gehaltsabrechnungen der Eltern vorgelegt werden können, laufe es meist erheblich besser.

 

Studentenwerk möchte unbedingt Wohnheim bauen.

 

Ihr klinge noch der Satz einer Lübecker CDU-Politikerin in den Ohren, die sich vor der Landtagswahl mit Politikern anderer Parteien im Audimax einer Podiumsdiskussion gestellt habe. „Sie äußerte als eine Ursache der Wohnungsnot, dass fast alle Studenten auf der Altstadtinsel wohnen möchten, statt in den Wohnheimen in St. Jürgen.“ Ein Statement, das sie nahezu fassungslos gemacht habe.

 

Warum? Studentenwohnheime sind nach wie vor Mangelware, und die Wartezeit für einen Platz dort ist mit mehreren Monaten immens. „Leider ist seit Jahren kein neues Wohnheim in Lübeck gebaut worden, obwohl dies dringend nötig wäre, und wir auch sehr gerne und jederzeit bauen würden, was den Entscheidungsträgern bekannt ist“, sagt Kerstin Klostermann, Sprecherin des Studentenwerks Schleswig-Holstein.

Es mangele leider an dem passenden Grundstück. „Wir haben unlängst Interesse an dem stadteigenen Grundstück im Bornkamp bekundet und wurden hier in die Erstellung des B-Plans einbezogen. Nach wie vor gibt es jedoch leider kein Baurecht“, konstatiert Klostermann. Laut letzter Auskunft der Stadt soll die Erschließung dieses Baugebietes voraussichtlich erst im Jahr 2023 erfolgen.

 

Stadtsprecherin Nicole Dorel erwähnt zudem auf LN-Anfrage das Baugebiet Nördliche Wallhalbinsel mit 70 projektierten Studierenden-Apartments. Und auch in der Ratzeburger Allee durch den Lübecker Bauverein sowie in der Paul-Ehrlich-Straße sei Wohnraum für Studentinnen und Studenten in Planung, sagt die Sprecherin.

 

Planungen ziehen sich noch hin

 

Im Dezember 2020 hatten TH, Uni und Musikhochschule eine Art Wohnraum-Pakt mit der Stadt geschlossen. „Denn die rund 11 000 Studierenden sollen gerne und gut in Lübeck studieren“, hieß es damals. Doch die Realität hat die Protagonisten eingeholt. „Leider handelt es sich um sehr langwierige Prozesse. Diese sind angestoßen worden, aber realistisch ist es nicht, dass schon demnächst Wohnraum für Studierende entsteht“, so die nüchterne Bilanz von Uni-Pressesprecherin Vivian Upmann.

 

Quellenangabe: Lübeck vom 18.06.2022, Lübecker Nachrichten, Seite 8

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